Business Intelligence
Die deutsche Übersetzung der Worte "business = Unternehmen" und
"intelligence = Intelligenz" führt zu den Begriffen
"Unternehmensintelligenz" bzw. "Intelligentes Unternehmen". Laut
Meyers Lexikon ist Intelligenz: "..die Fähigkeit, die sich in der
Erfassung und Herstellung anschaulicher und abstrakter Beziehungen
äußert, dadurch die Bewältigung neuartiger Situationen durch
problemlösendes Verhalten ermöglicht und somit
Versuch-und-Irrtum-Verhalten und Lernen an Zufallserfolgen entbehrlich
macht.".
Gibt man den Begriff "Business Intelligence" in eines der gängigen
Übersetzungsprogramme ein, so erhält man als deutsche Übersetzung
die Bezeichnung "Handelsnachrichten". Syntaktisch genommen mag diese
Übersetzung korrekt sein, jedoch spiegelt sie nicht die eigentliche
Intention wider, die mit Business Intelligence verfolgt wird. Vielmehr steht
die Bezeichnung "Intelligence" hier für die Beschaffung von
Informationen, die einerseits Auskunft über die ablaufenden Prozesse
in dem Unternehmen selbst liefern, und andererseits ein Bild darüber
zurückgeben, wie sich das Unternehmen in einem sich stetig
verändernden Markt im Vergleich zu seinen Wettbewerbern positioniert.
Abgeleitet von dieser Definition für "Intelligence" kann der Begriff
"Business Intelligence" als Informationsdienst eines Unternehmens
bezeichnet werden. Wie wichtig ein funktionierender und aktueller
Informationsdienst für den Erfolg strategischer und operativer
Entscheidungen ist, wurde in der Vergangenheit durch den Aufstieg und Fall
von Volkswirtschaften und Unternehmen unter Beweis gestellt.
Ein erfolgreiches Bestehen im globalen Wettbewerb kann heute nur noch
sichergestellt werden, wenn man die genauesten Informationen über die
eigene Position und die der Mitbewerber hat. Mit diesem entscheidenden Vorteil
können auch noch so aussichtslos scheinende Wettbewerbe um Kunden und
Marktanteile gewonnen werden.
